„Was kostet das im Monat?“ ist bei Social Media Betreuung die häufigste erste Frage. Und die ehrliche Antwort lautet: Das hängt davon ab, welches der vier Modelle du wählst und was drinsteckt. Zwischen 400 und 4.000 Euro im Monat ist am Markt alles zu haben, und beides kann seriös sein.

Was fehlt, ist Orientierung. Also bauen wir sie: die vier gängigen Modelle der Zusammenarbeit, ihre realistischen Preisspannen, für wen sie passen und die Rechenfehler, die dabei am meisten Geld kosten.

Woraus sich die Kosten überhaupt zusammensetzen

Bevor wir zu den Modellen kommen, ein Blick hinter die Zahl auf dem Angebot. Social Media Betreuung Kosten setzen sich aus vier Arbeitsblöcken zusammen:

  1. Strategie und Planung: Themen, Formate, Redaktionsplan, Abstimmung
  2. Produktion: Drehtage im Betrieb, Schnitt, Grafik, Texte. Der mit Abstand größte Block, wenn echter Content entsteht
  3. Kanalbetrieb: Posten, Community Management, Monitoring
  4. Auswertung: Reporting, Einordnung, laufende Optimierung

Als Rechengrundlage dahinter stehen Agentur-Stundensätze, die in Österreich üblicherweise zwischen 90 und 160 Euro liegen (Quelle: Agenturfinder, 2026). Wenn dir jemand Vollbetreuung um 400 Euro im Monat anbietet, kannst du dir ausrechnen, wie viele Stunden Arbeit da tatsächlich drinstecken: drei bis vier. Das ist keine Betreuung, das ist ein Lebenszeichen.

Modell 1: Die monatliche Pauschale (Full-Service)

Das Standardmodell für laufende Betreuung: Die Agentur übernimmt Strategie, Produktion, Posten und Reporting gegen einen fixen Monatsbetrag.

Realistische Spannen:
Einstieg (ca. 800 bis 1.500 Euro/Monat): Ein Kanal, wenige Beiträge pro Woche, Content großteils aus geliefertem Material oder gelegentlichen Drehs
Mittelklasse (ca. 1.500 bis 3.000 Euro/Monat): Ein bis zwei Kanäle, regelmäßige Drehtage im Betrieb, Reels-Produktion, Community Management, monatliches Reporting
Intensiv (ab ca. 3.000 Euro/Monat): Mehrere Kanäle, wöchentliche Produktion, Kampagnen, Ads-Betreuung, enge strategische Begleitung

Passt für: Betriebe, die Social Media ernsthaft als Kanal für Kunden oder Bewerber nutzen wollen und intern weder Zeit noch Können dafür haben.

Der Denkfehler dabei: Nur den Preis zu vergleichen und nicht den Inhalt. Eine Pauschale mit zwei monatlichen Drehtagen ist ein anderes Produkt als eine, bei der du selbst Fotos liefern musst. Deshalb: immer Stückzahlen und Drehtage vergleichen, nie nur Endsummen.

Modell 2: Abrechnung nach Stunden

Die Agentur arbeitet auf Zuruf und verrechnet Aufwand. Sinnvoll für punktuelle Unterstützung: eine Kampagne aufsetzen, ein Kanal-Setup, Beratung bei Problemen.

Realistisch: bei den marktüblichen Sätzen von 90 bis 160 Euro pro Stunde je nach Erfahrung und Leistung.

Passt für: Betriebe mit eigenem Social-Media-Personal, das gelegentlich Expertise von außen braucht.

Der Denkfehler dabei: Laufende Betreuung nach Stunden zu kaufen. Das wird entweder teuer oder, häufiger, es passiert einfach nichts, weil niemand die Stunden auslöst. Kontinuität braucht ein Modell mit eingebauter Verbindlichkeit.

Modell 3: Das Projekt (Kampagne oder Content-Paket)

Ein fixer Preis für ein abgegrenztes Vorhaben: eine Recruiting-Kampagne, eine Videoserie, ein Markenauftritt auf einem neuen Kanal. Je nach Umfang von wenigen Tausend Euro bis in Kampagnendimensionen.

Passt für: den Einstieg in die Zusammenarbeit. Ein Projekt zeigt beiden Seiten, wie Tempo, Qualität und Chemie funktionieren, bevor man sich länger bindet. Und für konkrete Anlässe: Jubiläum, Messeauftritt, Mitarbeitersuche.

Der Denkfehler dabei: Zu glauben, ein einmaliges Projekt ersetze den laufenden Kanal. Eine Kampagne bringt einen Schub, aber Social Media wirkt über Konsistenz. Ein Feuerwerk im März hilft wenig, wenn danach neun Monate Funkstille herrschen.

Modell 4: Workshop und Coaching (Hilfe zur Selbsthilfe)

Die Agentur baut Strategie und System, dein Team setzt um: Schulung, Formatentwicklung, Redaktionsplan, danach regelmäßige Sparrings. Typisch sind Tagsätze oder Workshop-Pakete im vierstelligen Bereich plus laufende Begleitung nach Vereinbarung.

Passt für: Betriebe mit motivierten eigenen Leuten, die Zeit dafür bekommen. Das ist der Knackpunkt: 43 Prozent der Kleinunternehmer investieren rund sechs Stunden pro Woche in Social Media (Quelle: VerticalResponse, 2024). Diese Stunden muss intern jemand ernsthaft übernehmen dürfen, sonst bleibt vom Workshop nur ein Ordner mit guten Vorsätzen.

Der Denkfehler dabei: Das Modell als Sparvariante zu sehen. Es verlagert Kosten nur von der Agenturrechnung in die interne Lohnverrechnung. Das kann trotzdem sinnvoll sein, vor allem für Authentizität, aber gratis ist es nicht.

Wie viel solltest du insgesamt einplanen?

Zur Einordnung hilft die große Benchmark: Unternehmen geben im Schnitt 7,7 Prozent ihres Umsatzes für Marketing aus (Quelle: Gartner, 2024). Social Media ist davon ein Teil, bei vielen KMU heute der wichtigste.

Praktischer ist aber eine andere Rechnung: Was ist dir das Ergebnis wert? Wenn ein Kanal pro Jahr fünf neue Mitarbeiter oder dreißig qualifizierte Anfragen bringt, relativieren sich 2.000 Euro im Monat sehr schnell. Wenn er nichts bringt, sind auch 500 Euro zu teuer. Deshalb gehört vor jede Kostendiskussion die Zielfrage: Wofür genau soll der Kanal arbeiten?

Drei Regeln für die Entscheidung

  1. Kaufe nie „Sichtbarkeit“, kaufe Arbeitspakete. Stückzahlen, Drehtage, Zuständigkeiten. Was nicht zählbar ist, wird nicht geliefert.
  2. Rechne auf zwölf Monate. Social Media braucht Anlauf, ein Vergleich nach sechs Wochen sagt nichts. Budgetiere ein Jahr und bewerte dann ehrlich.
  3. Beginne lieber schmal und konsequent als breit und dünn. Ein Kanal mit gutem Content schlägt vier Kanäle mit Restbudget. Aufstocken geht immer.

Und die vielleicht wichtigste Erkenntnis zum Schluss: Die teuerste Variante ist selten die intensive Betreuung. Die teuerste Variante ist die halbherzige, die Monat für Monat Geld kostet und nichts bewegt, weil Budget und Anspruch nie zusammengepasst haben.

Wenn du für deinen Betrieb durchrechnen willst, welches Modell sich auszahlt: Genau solche Gespräche führen wir am liebsten, mit echten Zahlen statt Schätzungen ins Blaue. Hier findest du unsere Social Media Agentur in Graz.

Häufige Fragen

Was kostet Social Media Betreuung im Monat?
Je nach Umfang zwischen etwa 800 und über 3.000 Euro monatlich. Einstiegspakete mit wenigen Beiträgen aus geliefertem Material beginnen bei rund 800 bis 1.500 Euro, Betreuung mit eigenen Drehtagen, Reels-Produktion und Community Management liegt meist zwischen 1.500 und 3.000 Euro. Entscheidend ist der Leistungsumfang hinter der Zahl.

Welche Abrechnungsmodelle gibt es bei Social Media Betreuung?
Vier gängige: die monatliche Pauschale für laufende Full-Service-Betreuung, Abrechnung nach Stunden für punktuelle Unterstützung, Projektpreise für abgegrenzte Kampagnen und Workshop- oder Coaching-Modelle, bei denen die Agentur das System baut und dein Team umsetzt. Für kontinuierliche Präsenz hat sich die Pauschale bewährt.

Warum sind die Preisunterschiede zwischen Anbietern so groß?
Weil sich hinter demselben Begriff verschiedene Produkte verbergen. Der größte Kostenblock ist die Produktion: Ob ein Kamerateam regelmäßig im Betrieb dreht oder gelieferte Fotos zu Kacheln verarbeitet werden, macht den Unterschied von mehreren Tausend Euro aus. Bei Stundensätzen von 90 bis 160 Euro (Quelle: Agenturfinder, 2026) zeigt ein sehr niedriger Pauschalpreis vor allem, wie wenig Arbeitszeit enthalten ist.

Kann ich Social Media günstiger selbst machen?
Nur bedingt. Kleinunternehmer investieren typischerweise rund sechs Stunden pro Woche in ihre Kanäle (Quelle: VerticalResponse, 2024), dazu kommen Können, Equipment und Konstanz. Für den Start oder mit einem Workshop-Modell kann intern viel gelingen. Sobald Qualität und Regelmäßigkeit steigen sollen, rechnet sich professionelle Unterstützung meist schneller als gedacht.

Quellen

  • Agenturfinder, 2026: https://agenturfinder.com/werbeagentur-preise/
  • VerticalResponse, 2024: https://verticalresponse.com/blog/how-much-time-should-your-small-business-spend-on-social-media-marketing/
  • Gartner, 2024: https://www.gartner.com/en/newsroom/press-releases/2024-05-13-gartner-cmo-survey-reveals-marketing-budgets-have-dropped-to-seven-point-seven-percent-of-overall-company-revenue-in-2024

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